Kurztrip nach Stettin – Einstige Residenzstadt der Herzöge von Pommern
Busreise ab/an Görlitz
25.10. - 28.10.2026
1. Tag: Anreise nach Stettin und Stadtführung
Die alte, traditionsreiche Hansestadt und einstiger Hafen von Berlin präsentiert dem Besucher eine Altstadt aus rekonstruierten historischen Bauten und neuen, bunten, historisierenden Gebäudeensembles. Im Verlauf ihrer Geschichte unterlag sie verschiedenen fremden Mächten. So gab es unter anderem eine „Schwedische Zeit“ und eine „Französische Besatzung. Ab 1815 bis zum Ende des II. Weltkrieges gehörte Stettin zu Preußen. Am 5. Juli 1945 wurde das gesamte Stettiner Gebiet der Volksrepublik Polen unterstellt. In den Jahren 1970 und 1980 war die Stadt Schauplatz von Arbeiteraufständen gegen die damaligen Machthaber und damit neben Danzig eine der Keimzellen der Gewerkschaft Solidarnosc. Während einer Stadtführung werden Sie die sehenswertesten Bauwerke entdecken. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung Stettins steht noch die „Bastei der Sieben Mäntel“. An der Stelle von gotischen Toren entstanden im 19. Jahrhundert nach der preußischen Besitzname das „Tor der Preußischen Huldigung“ und das Hafentor. Am Stary Rynek erhebt sich das alte Rathaus, welches nach der Kriegszerstörung 1945 wieder aufgebaut wurde und das Stadtmuseum beherbergt. Ebenso sehenswert und historisch wertvoll ist das Schloss der pommerschen Herzöge, welches nach mehreren Umbauten im 16./17. Jh. seine heutige Gestalt erhielt. Der im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Gebäudekomplex wurde wieder aufgebaut und beherbergt heute ein Museum sowie ein Kulturzentrum mit Konzertsaal und Ausstellungsräumen. Gegenüber dem Schloss steht das prächtige Wohnhaus der Kaufmannsfamilie Loitze genannt Loitzenhof. Sie waren Bankiers im Dienst der pommerschen Herzöge. Ein weiteres Highlight im Stadtzentrum ist das Nationalmuseum. In den zwei nebeneinanderliegenden Gebäuden findet man u.a. eine Ausstellung zu polnischer und ausländischer Malerei sowie eine Ausstellung zur Geschichte der polnischen Seefahrt. Die Kathedrale St. Jacob, eine gotische Hallenkirche, ist eine der größten Kirchen Pommerns.
2. Tag: Stettiner Landpartie
Heute fahren wir in Begleitung unserer örtlichen Ganztagesreiseleitung zunächst nach Ribbekardt (Rybokarty). Dort befindet sich ein wunderschön an einem See gelegenes Schloss, welches heute als Hotel betrieben wird. Bei einem Spaziergang erfahren wir etwas über die Geschichte des Hauses, seine Besitzer und die unterschiedliche Nutzung im Verlaufe der Zeit. Ribbekardt war im Mittelalter Gut der Camminer Bischöfe. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde nach dem Zeiten Weltkrieg eine Einheit der Roten Armee auf dem Gut stationiert. Von 1962 bis 1974 wurde das Schloss als Schule genutzt. Wir besichtigen die Dorfkirche des Ortes, einen mittelalterlichen Findlingsbau mit einem um 1690 errichteten Fachwerkturm mit einer Spitze aus der Barockzeit. Auf der Rückfahrt legen wir eine Pause in Hoff (Trzesacz) ein. Der Ort liegt direkt an der polnischen Ostseeküste mit einer imposanten Ruine einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert oberhalb der Steilküste. Von der einer Seebrücke ähnlichen Aussichtsplattform genießen Sie den Blick auf die endlose Weite des Meeres und lassen sich eine frische Brise um die Nase wehen.
3. Tag: Auf den Spuren Bismarcks
Unsere heutige Fahrt führt zunächst nach Trieglaff (Trzyglow) in Hinterpommern. Dort steht das Herrenhaus, wo Marie von Thadden-Trieglaff, die unerfüllte Lebensliebe von Bismarck lebte. Ihr Vater, Adolf von Thadden-Trieglaff, war das Oberhaupt und einer der einflussreichsten pommerschen Pietisten. Durch ihn kam der junge Bismarck in Kontakt zur konservativen Szene Preußens. Das wunderschön restaurierte Herrenhaus und der wieder instand gesetzte Park werden Sie begeistern. Sie haben die Möglichkeit, ein Mittagessen in einem nahegelegenen Schlosshotel einzunehmen. Auf dem Rückweg nach Stettin machen wir einen Stopp in Külz (Kulice) und Kniephof (Konarzewo). Bismarcks Eltern zogen 1815 auf die von einem Onkel geerbten Güter nach Külz. In Kniephof wuchs Bismarck auf. Otto von Bismarck, der spätere preußische Ministerpräsident und erste deutsche Kanzler, verwaltete den Familienbesitz nach seiner Ausbildung von 1839 bis 1846. Danach begab er sich in die aktive Politik. Unter seiner Führung führte Preußen mehrere Kriege, die die Grundlage für die Gründung des deutschen Nationalstaats 1871 schufen. Als erster Kanzler des Deutschen Reichs führte er die fortschrittlichsten Sozialgesetze der damaligen Zeit ein und ging gleichzeitig hart gegen die katholische Kirche und die erstarkende Sozialdemokratie vor. Eigentlich vom konservativen Gesellschaftsideal einer vergangenen Epoche überzeugt, verhalf er unbeabsichtigt der Moderne in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zum Durchbruch. Nach seinem Tod im Jahre 1898 setzte eine Verehrung seiner Person ein und es wurden Bismarck-Gesellschaften, Bismarcktürme und -brunnen errichtet sowie zahllose Straßen sowie die berühmten Heringe nach ihm benannt.
4. Stargard in Pommern und Heimreise
Auf der Heimreise machen wir einen Abstecher nach Stargard in Pommern, das eine reiche Geschichte hat, die von den slawischen Anfängen über die Zugehörigkeit zu Pommern und Brandenburg bis zur Teilung Pommerns reichte. Stargard war eine wohlhabende Handelsstadt mit mächtigen Stadtmauern und bedeutenden Kunstwerken. Das bedeutendste Bauwerk der Stadt ist mit Abstand die St. – Marienkirche - Stiftskirche. Sie zählt zu den kostbarsten Zeugnissen der norddeutschen Backsteingotik und ist gleichzeitig die schönste gotische Backsteinkirche Polens. Sie war Vorbild und Inspiration für mehrere Bauten in mindestens drei Ländern. Sie ist eine hanseatische Kathedrale mit reich verzierter Fassade, wie man Sie nur in den größten Städten an der Ostseeküste findet. Das heutige Stargard ist eine mittelgroße Stadt und nach Stettin und Koszalin die drittgrößte Stadt der Woiwodschaft Westpommern. Die Stadt setzt gegenwärtig auf eine ausgewogene Entwicklung. Zahlreiche Wirtschaftsinvestitionen, die Pflege des Kulturangebots und dessen Annahme durch alle Altersgruppen sowie die zum Großteil modernisierten Parkanlagen als Zeichen der Naturpflege zeugen davon.Nach einer Stadtführung setzen wir die Heimreise fort.
Leistungen:
- Haustürabholung
- Fahrt im modernen Reisebus
- Richter-Reiseleitung
- 3 x Übernachtung mit Frühstück im Hotel Radisson BLU in Stettin
- 3 x Abendessen, 3-Gang-Menü
- 1 x Mittagessen oder Kaffee und Kuchen
- ca. zweistündige Stadtführung in Stettin
- ganztägige örtliche Reiseleitung für 2. Tag
- Eintritt für die Dorfkirche in Ribbekardt
- ganztägige örtliche Reiseleitung für 3. Tag
- ca. 2-stündige Stadtführung Stargard in Pommern
Termin:
25.10. – 28.10. 2026
Preise:
p.P. im Doppelzimmer € 545,-
Einzelzimmerzuschlag € 69,-