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REISEMAGAZIN: KOS - DIE GRüNE INSEL

Neben Kreta und Rhodos zählt sie zu den populärsten griechischen Reisezielen: Kos ? eine Insel, die seit der Antike ihre Besucher in den Bann schlägt. Schon vor mehr als 2.000 Jahren schwärmte der griechische Dichter Herodas: ?Kos ist lieblich, angenehm zum Wohnen und reich an Wasser?.

Auch Hippokrates, der Urvater der modernen Medizin, lebte auf dem Eiland. Die Platane, unter der er vor mehr als zwei Jahrtausenden seine Schüler unterrichtete, existiert noch immer. Sie steht im Zentrum von Kos, der Hauptstadt der Insel, und ziert den Eingang der historischen Burganlage, die im 15. Jahrhundert erbaut und als Kreuzritterschloss der Johanniter berühmt wurde. Ganz im Hier und Jetzt befindet man sich rund um den Mandraki getauften Hafen mit seinen unzähligen Restaurants, Bars und Cafes. Nur einen Katzensprung entfernt beginnt das Vergnügungsviertel, in dem es in Diskotheken und Clubs bis in die frühen Morgenstunden hoch her geht.
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Wer es etwas beschaulicher mag, wird jenseits der Stadtgrenzen schnell fündig. Pittoreske Dörfer in den Bergen und am Meer eröffnen immer wieder reizvolle Perspektiven zwischen Beschaulichkeit und Entspannung pur, zwischen Oliven- und Zitronenhainen. Höchste Erhebung der 40 Kilometer langen und gut zehn Kilometer breiten Insel ist der Dikeos mit 875 Metern Höhe. Hier und auf den umliegenden Anhöhen weht ein mitunter kräftiger Wind, der aber gerade während der heißen Sommermonate eine willkommene Abkühlung bringt. Die ideale Erfrischung gibt es jedoch ein paar hundert Meter tiefer im türkisblauen, klaren Wasser der Ägäis, das sanft auf weite Sandstrände brandet. Besonders warm ist übrigens das Nass der Embros-Therme, einer Thermalquelle im offenen Meer unweit der Hauptstadt.

Das zur Inselgruppe des Dodekanes zählende Eiland war schon vor vielen Jahrhunderten bekannt für die einladende Lebensart und Gastfreundschaft ihrer Bewohner. Bereits im Altertum rühmte man die Qualität des Weines. Und auch heute eilt den Rebensäften der Weinbauern von Kos ein ausgezeichneter Ruf voraus. Ohnein wird Genießen groß geschrieben. Das Spektrum der kulinarischen Freuden wird bestimmt von den Highlights der traditionellen griechischen Küche ? Rind, Lamm und selbstverständlich Fisch und Meeresfrüchte. Dazu ein Weißwein und zum Abschluss Ouzo oder Tsíppouro, ein hochprozentiger Trester. Und zu jeder Gelegenheit einen Kaffe frappe, den griechischen Eiskaffee.

Derart gestärkt kann man sich dem bedeutendsten historischen Bauwerk der Insel widmen: den Überresten des antiken Asklepieion. Gut hundert Meter über dem Meeresspiegel gelegen, erstreckt sich das Terrain der Tempelanlage über drei Terrassen und bietet zu guter Letzt einen herrlichen Panoramablick über die Ägäis bis zum türkischen Festland.

(ecada/Paul Balthasar)