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REISEMAGAZIN: BALI - GRüNER GARTEN AM ÄQUATOR

Im Norden ziehen sich dunkle Lavastrände die Küste entlang, im Süden erwarten den Besucher idyllisch anmutende Reisterrassen. Am Südzipfel liegt die Hauptstadt Denpasar. Die kilometerlangen, weißen Sandstrände Balis bilden einen Kontrast zum kargen Hochland. Es ist erstaunlich, wie facettenreich sich die Insel des Indonesischen Archipels präsentiert.
Kenner nennen Bali auch die Insel der 10.000 Tempel. Und das nicht ohne Grund: In jedem Dorf wird man mindestens drei davon finden. Eine der meistfotografierten Flecken auf Bali ist Tanah Lot, ein sagenumwobener Meerestempel. Im Süden der Insel gelegen, steht er auf einem schroffen Felsen direkt am Meer. Die schönsten Bilder entstehen in der Dämmerung, wenn sich die Silhouette Tanah Lots vom Abendrot abhebt. Rauer geht es auf Gunung Batur zu: Zwar ist der Vulkan nicht der größte Berg Balis, dafür hat er den größten Binnensee der Insel. Manchmal raucht Batur noch, an klaren Tagen hat man dann einen wundervollen Ausblick auf den Gunung Agung.
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Der Kopf ist heilig
Tempelbesuche setzen angemessene Kleidung voraus und einen Selendang - ein Schal, der um die Hüfte getragen wird. Die Körpersprache ist auf Bali sehr wichtig: So gilt die linke Hand als unrein, gegeben und angenommen wird nur mit der rechten Hand. Der Kopf ist heilig, niemals sollte ein Besucher einen Balinesen dort berühren. Andere mit dem Kopf zu überragen gilt ebenfalls als unhöflich - im Zweifelsfall ist es besser, zu sitzen. Dabei muss man darauf achten, dass dem Gegenüber nicht die Fußsohlen gezeigt werden.
Balis Straßen sind im Süden in Küstennähe gut ausgebaut, im Landesinneren dagegen mehr schlecht als recht befestigt. Es herrscht wie in ganz Indonesien Linksverkehr. Von einer Fahrt per Mietwagen oder Mietmofa ist bei dem chaotischen Verkehr abzuraten. Wer es trotzdem wagen will, braucht einen internationalen Führerschein. Einfacher sind Bemos: Kollektivtaxis, die meist festgelegte Routen fahren. Wer aussteigen will, ruft einfach nur "Stopp!". Der Preis ist Verhandlungssache, wie fast überall. Etwas teurer sind Minibusse, aber auch bequemer. Für längere Ausflüge kann auch ein Wagen mit Fahrer gemietet werden. Dieser fungiert zugleich als Fremdenführer und Dolmetscher. Zu Beginn der Fahrt sollte man den Preis aushandeln und klar machen, dass es keine Shoppingtour werden soll.
Trotz des tropischen Klimas sind die Temperaturen erträglich. Die Quecksilbersäule hält sich während des ganzen Jahres zwischen 22 und 32 Celsiusgrad. Im Hochland ist es häufig empfindlich kühler. Quälend für viele Europäer ist die hohe Luftfeuchtigkeit: Sie liegt konstant über 85 Prozent. Es gibt nur zwei Jahreszeiten: Regen- und Trockenzeit. Letztere zieht sich von Mai bis Oktober. Der Monsun bringt von November bis März Regen. Allerdings sind das meist kurze, deftige Schauer.
(ecada/Paul Balthasar)